Da ihr sicherlich nicht wisst, was der Boxingday ist, hier eine kurze Erklaerung: Boxingday = groesster Geschenkeumtausch- und Rabatttag. Hier gehen alle Kiwis ihre ungewollten Weihnachtsgeschenke umtauschen und man kann diese dann mit 50% Rabatt kaufen. Wir haben allerdings vorlieb mit der Strasse genommen und haben unsere bis Dato laengste Tour gestartet.
Unsere Tour begann nach einem guten Fruehstueck um 12 Uhr und es zog uns Richgtung Sued-Ost. Von Auckland aus gings ueber Hamilton, Rotorua nach Tauranga. Dort haben wir die Erfahrung gemacht, dass Kiwis keinen Alkohol vertragen und absolute Nieten im Kickern sind
Daher wohl auch die Alkoholverbotszonen zwischen Weihnachten und Neujahr an allen Straenden und in den Innenstaedten.
Am naechsten Morgen gings zurueck nach Rotorua um dort die Schwefelquellen zu erkunden. In der ganzen Stadt steigt aus irgendwelchen Loechern im Boden Schwefeldampf heraus und es riecht nach faulen Eiern… Ein richtiger Urlaubsort
In einem nahgelegenen Park haben wir uns jede Menge dieser Quellen, Matschpools und Gysire angesehen. Dazu mal Fotos:



Von Rotorua ging es weiter suedlich nach Taupo. Eine Stadt die am gleichnamigen See zentral auf der Nordinsel liegt. Dort haben wir die Hukafalls besichtigt:

Und eine Bootsfahrt ueber den Lake Taupo gemacht. Dort gibt es eine Steinwand mit maorischen Steinhauerarbeiten:

Dann gings weiter zur Ostkueste nach Napier. Wo wir unterwegs wohl einen der schoensen Wasserfaelle entdeckt haben:

In Napier angekommen stellten wir fest, dass alle Unterkuenfte voll waren. Das einzige was wir finden konnten war ein Backpacker im Hafengebiet. Wir also da rein und nach einem Zimmer gefragt. Es war auch tatsaechlich was frei, so dass wir gluecklich und sehr muede eincheckten. Als wir dann zu den Zimmern gefuehrt wurden stellte sich heraus, dass der ganze Backpacker voll von Dockarbeitern die doch ein wenig erstaunt geguckt haben, dass eine Frau zur Tuer herein kam… Aber es schien schlimmer zu sein als es war.
Am naechsten Morgen fuhren wir dann frisch gestaerkt kleine Landstrassen an der Ostkueste entlang Richtung Sueden. Unterwegs kamen wir durch den Ort mit dem laengsten Namen der Welt. Hier zum Beweis ein Foto vom Ortsschild:

Danach fuhren wir ueber eine Stunde uber eine Schotterpiste ins Nirgendwo. Vorbei an Schafweiden ohne Zaeune (also Strasse mit Schafen drauf) um zu den Waihifalls zu kommen. Dort angekommen konnten wir ein schoenes Foto machen:

Unsere Reise ging weiter ueber Eketahuna nach Masterton um zum Castlepoint zu gelangen. Dort fiel uns dann auf, dass wir am naechsten Tag wieder in Auckland sein wollten, uns aber auf direktem Weg ueber 800km bevorstanden. Somit sprangen wir um 20Uhr ins Auto und wollten noch den ein oder anderen Kilometer abreissen. Dies haben wir dann besser als erwartet gemeistert. Wir kamen ca. 500km weit, bevor wir es uns im Auto “bequem” gemacht haben. Wir haben auf einem kleinen Rastplatz im Busch geparkt. Eigentlich eine sehr ruhige Stelle, wenn man von den beiden Wild-Haehnen absieht… Diese beiden Quaelgeister meinten doch ab 4Uhr unseren Schlaf zu stoeren, indem sie an unser Auto pickten und sich gegenseitig ankraehten.
Puenktlich um 8Uhr sind wir dann aufgestanden und weiter gefahren. Schoenes Wetter und super Aussichten praegten die Fahrt zurueck nach Auckland. Zwischendursch haben wir noch ein kleine Picknick an einem Fluss gemacht und sind dann am fruehen Abend bei Natalie angekommen.
Der Tripp ging ueber 1800km !!! Und davon 90% Landstrasse, Serpentienen oder Schotterweg. ARSCHGEIL!!!
Ueberfahren:
Opossum: 0
(waeren 100 Punkte pro Opossum gewesen)
Voegel: 1 (der Dumme Spatz ist uns direkt vor die Karre geflogen)
Dafuer sind uns 3 Opossums durch die Lappen gegangen… Gut, dass das kein Kiwi gesehen hat.